Trauer um Franz Marenits (1954-2010)

Franz Marenits

Franz Marenits (1954-2010)

Wir trauern um Franz Marenits, Verlagsleiter des Drava Verlages, der am 10. Januar 2010 verstorben ist. Mitte 2007 übernahm er die Leitung des Verlages, und in den zweieinhalb Jahren seither setzte er mit seinen Kolleginnen und Kollegen sehr erfolgreich die Arbeit seines Vorgängers Thomas Busch fort. Einer der letzten Höhepunkte seiner Verlagsarbeit war neben Messeauftritten in Ljubljana und Wien zweifellos der Durchbruch mit dem Gedichtband des chinesischen Lyrikers Leung Ping-Kwan auf der Frankfurter Buchmesse vergangenen Herbst. Vor seiner Tätigkeit beim Drava Verlag war er Öffentlichkeitsarbeiter und langjähriger Verlagslektor des Wieser Verlages.

Inmitten der Vorbereitungen für das Frühjarsprogramm 2010 hat uns Franz Marenits völlig unerwartet für immer verlassen. Er hinterlässt seine Frau mit Tochter und Sohn.

Die Verabschiedung von Franz Marenits findet
am Dienstag, den 19. Januar 2010
um 14.00 Uhr
in Klagenfurt-Annabichl statt
.


Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Drava-Verlags

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Lojze Wieser samt Verlagsteam in Gedenken an Franz Marenits, seinen langjährigen Freund und einstigen Mitarbeiter:

So möchten wir Dir das Epitaph, welches France Prešeren 1839 seinem Freund Emil Korytko aufs Grab geschrieben hat, frisch übersetzt nachrufen:

Naj zgrudi smrt človeka
človestvo ostane, z njim
do poznega še veka
živi, kar zanj storim

Wenn auch der Mensch vergeht,
die Menschheit bleibt; mit ihr
in allen Zeiten besteht,
was er ihr gab.

(France Prešeren, slowenischer Dichter, 1800–1849, »Goethe der Slowenen«)

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Wir haben mit Franz Marenits nicht nur einen höchst engagierten Verleger und einen Mann des Wortes, wir haben einen Freund, der dem Klagenfurter Musil-Haus und seinen MitarbeiterInnen sehr verbunden war, verloren.

Heimo Strempfl, Robert-Musil-Literatur-Museum

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Der Tod von Franz Marenits hat große Betroffenheit in der IG Autorinnen Autoren ausgelöst. […]

Franz Marenits hat zu denjenigen Lektoren, Herausgebern und Verlegern gehört, mit denen Autor/inn/en und Kolleg/inn/en auf Buchmessen tagelang im Gespräch stehen konnten. Diese Gespräche waren nie langweilig, nie oberflächlich. Man konnte sie im Frühjahr auf der Leipziger Buchmesse beginnen und im Herbst auf der Frankfurter Buchmesse und bei der Buch Wien fortsetzen, mit dem Gefühl, ein Gespräch mitten im Satz unterbrechen und genau dort wieder aufnehmen zu können, wo man das Gespräch unterbrochen hatte. Franz Marenits stand für Substanz, Kontinuität und Verläßlichkeit. Das Programm des von ihm geleiteten Drava Verlages ist ein bleibender Beleg dafür.

Wir verabschieden uns von ihm mit Dankbarkeit für seine Freundschaft und in großer Trauer.

Gerhard Ruiss, Martin Höfer, Traude Korosa, Dieter Scherr IG Autorinen Autoren, Buchmessen-Planung und -Betreuung Wien

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Wir trauern um Franz Marenits, unseren Freund und Verleger.
Franz hat in verschiedensten Projekten für ein Anderes Kärnten gekämpft und sich dabei vorausgabt.
Er war einer von uns.
Das UNIKUM-Team

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Dem wollen wir uns voll anschliessen.
Er war auch einer von uns und von diesem Haus in der Badgasse 7.
raj und Verein Innenhofkultur

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4 Antworten zu “Trauer um Franz Marenits (1954-2010)

  1. Pingback: Tweets that mention Trauer um Franz Marenits (1954-2010) « Literaturplattform Kärnten -- Topsy.com·

  2. Wir gedenken Franz Marentis als Freund und verlässlichen Kollegen. Eine Lücke wird bleiben. Dank an dich für die gemeinsamen Stunden.

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  3. Lieber Franz
    Nun hast die Schwelle überschritten. Du warst schon manches Mal kurz davor. Danke für die Gespräche.

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    • an euch alle, warum und was haben wir da übersehen, was franz zu dieser entscheidung veranlasste?
      es schreckt mich schon, was du richard da oben schreibst. das klingt, als hätte franz sehr wohl hilferufe ausgeschickt hatte, kann es sein, dass du richard uns noch etwas mehr zu sagen hättest?
      ich und noch eine person in wien hatten ganz starke gedanken an franz im dezember 09, aber haben das anrufen etc. verschoben………………. ssssssssssssschhhhhhhhhhhhhhhhh,,,,,,,,,,,,,,,, warum nur, weil immer andere dinge sozusagen wichtiger sind.

      ich bin so traurig. hab ich ihn doch erst vor ca. 2 jahren nach ca. 20jähriger pause wieder getroffen|gefunden. ich in salzburg, obfrau des solidaritätskomitees für die rechte der österreichischen volksgruppen, und franz in klagenfurt………….. und da wurde über mehrere jahre hinweg die oktoberarena organisiert…………..
      ja gerade erst wieder gefunden, ist franz mir schon wieder entglitten……………….. warum nur habe ich nichts bemerkt? das bleibt mein fragezeichen.

      franz, das mir erklären deines familiennamens vor 2 jahren war verdammt spannend; sprich …………. sch…………… du erfährst das ja nicht mehr.

      und du fehlst mir und ich denk an dich wenn ich nach wie vor so wie du (als nicht so direkt involvierte) immer noch für die mind. 2sprachigkeit in kärnten und sonstwo stark mache.
      wir hatten gewisse gemeinsame ziele ………….. und das versprech ich dir FRANZ ……….. da bleib ich einfach dran

      schade FRANZ, dass du einfach nicht mehr da bist……
      danke dir, dass wir zusammen mit ganz vielen anderen so tolle oktoberarenen realisieren konnten usw und mir fehlen die worte……………….
      christa

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